184. Tag, Rest: 182 Tage 

Weil George gestern alle Nachteile des Londoner Sommers aufzählen durfte, verrate ich Ihnen heute mal meine Lieblingsplätze bzw. ‘my sight of view’. Alle sind in London gelegen, alle sind öffentlich und kostenlos. Es sind die wunderschönen Parks, die reichlich in der Millionenstadt zu finden sind. Einer schöner als der andere und immer eine wunderbar erholsame Welt. Eben lief man noch durch den dicksten Verkehr, stand am Piccadilly Circus und dachte sich hier muß ich verhungern, denn ich werde nie über die Straße kommen und dann taucht man in eine Parklandschaft ein und versinkt sofort in heilende, natürlich Ruhe. Deshalb ist mein erster Favourit der Hyde Park. Zentral gelegen, überraschend groß, mit einem ausgedehnten See und richtigen Reitern. Das hätte ich nicht erwartet. Inzwischen weiß ich es.

 

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Der Hyde Park. Mit der U-Bahnlinie Piccadilly und Central zu erreichen. Am Westende steht der Kensington Palast. Im Süden ist die Royal Albert Hall.

 

Meine Leidenschaft für den Regent’s Park habe ich hier schon öffentlich gemacht. Ich habe einen ganzen Bericht über diesen Flecken, inklusive Zoo, geschrieben. Deshalb braucht es hier nur eines Fotos und schon werden Sie mich verstehen und sich erinnnern.

 

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Auch im Regent’s Park sind große Seen. Eine Freilichtbühne, ein Rosengarten und ganz viele wilde Tiere (London Zoo).

 

Die Hampstead Heath ist nicht nur wegen ihrer Nähe zu George’s Haus ein mir vertrautes Terrain. Das ziemlich weitläufige Areal bietet einen Mix für jeden Geschmack. Es gibt gleich mehrere Badeteiche rund um den Parliament Hill im Süden, dort auch einige Sportplätze und ein Lido (Badeanstalt), das Kenwood House für Kunstliebhaber, ein ausgedehntes Naturschutzgebiet im Norden und einen einhundert Meter hohen Hügel mit einer phantastischen Aussicht auf die London City.

 

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In der Hampstead Heath kann man wandern, baden, biken, den Hund ausführen oder ein Guiness im Biergarten trinken. Der südliche Teil ist gut besucht, im Norden ist man mutterseelen alleine unterwegs. Trifft aber auf viele Wildtiere.

 

Der Greenwich Park ist immer einen Ausflug wert. Man sollte einen schönen Tag wählen und mit dem Schiff die Themse abwärts fahren. Am Südufer, beim Null-Längengrad ist man an historischer Stätte. Hier ist nicht nur das Observatorium und Planetarium interessant. Auch die Musikschule am Navy College ist einen Besuch wert. Auf der Themse liegt die Cutty Sark, ein riesiges Vollmastschiff. Und Namensgeber eines Pubs, der wunderbares Essen auf drei Etagen seviert. Wie haben uns dort sehr wohl gefühlt. Greenwich Park bietet der ganzen Familie genug Unterhaltung für einen perfekten Ausflugstag. Allerdings wissen das viele, sie werden nicht alleine unterwegs sein.

 

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Der Greenwich Park liegt am südlichen Themseufer. Hinten rechts sehen wir die Bank City auf der Isle of Dog.

 

Und dann gibt es noch einen Park im Süd-Westen Londons, der lässt mich gerne auch mal weit vor sechs Uhr morgens aufstehen. Wenn sich eine Gelegenheit ergibt und George in diese Gegend muß, dann bin ich dabei. Ohne Auto wäre es mir ein bißchen zu weit entfernt, aber grundsätzlich kommt man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Richmond Park. Die District-Line der Underground hat dort ihre Endhaltestelle. Der Park ist riesig, wenn man ein Auto hat und sich ein bißchen auskennt, kann man an die Wiesen herankommen, wo große Hirschrudel weiden. Sie sind die Besucher gewöhnt und scheuen nicht beim ersten Blick.

 

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Der Richmond Park ist ein Paradies für Tiere und Fotografen. Er liegt gleich hinter den Kew Gardens. Die sind vielleicht für den Touristen eher geeignet, denn im Richmond Park sollte man sich schon auskennen. Das ist eher ein Naturschutzgebiet als ein überschaubarer Park.

 

Und dann gibt es noch ungefähr fünfhundert weitere Parks innerhalb Londons. Jeder ist einen Besuch wert, jeder wird von den Menschen geliebt und benutzt. Betreten der Rasenfläche ausdrücklich erlaubt. Das man seinen Müll wieder mitnimmt, muß ich hoffentlich nicht erwähnen. – Und neben den großen Parks findet man wunderschöne Grünflächen mitten in der City. Rund um St Pauls, im Tempelbezirk, gibt es so manchen verschwiegenen (öffentlichen) Garten. Jeder ein Kleinod für Auge und Seele. Sie wollen entdeckt werden. Mache Sie sich also auf den Weg, sie werden ganz sicher sehr schnell ihren Lieblingsplatz finden. 

 

 

 

 

The boss himself says:

George says: “‘You forget to mention the “flying ant day’ that will arrive each summer in each London park. And when it does, you commute to work like a soldier going into a battle, ready to fight any swarm of insects that dares invade your personal space.

Ich sage: “Leider habe ich das süße Blut und locke jede Mücke im Umkreis von zwei Kilometern an. Du kannst keinen besseren Schutz als mich an deiner Seite haben. Ich kenne allerdings meine Wirkung auf Ameisen und andere sechs- und achtbeinigen Kreaturen nicht so genau. – Allerdings höre ich es gerne, dass du deinen ‘personal space’ gegen jeden Eindringling energisch verteidigst.”

 

 

 

Was passierte noch am 2. Juli?

de 1505

Der Jurastudent Martin Luther wird in der Nähe von Erfurt beinahe vom Blitz getroffen

und gelobt, Mönch zu werden. – Na das ist ja eine Überraschung. Heißt das, die pure

Angst hat ihn zum gläubigen Christen gemacht? Gott sei Dank ist George so etwas

nicht während seines Studiums widerfahren. Wäre doch schade gewesen.

uk 1970

Am heutigen Tag ist offensichtlich noch NIE etwas in England passiert!? Also darf 

Deutschland zweimal pukten:

Das ZDF stellt die Spielshow Der goldene Schuß, moderiert von Vico Torriani ein. Die

Show war durch Lou van Burg populär geworden. – Daran kann ich mich gut erinnern:

“Peter, den Bolzen bitte …”