334. Tag, Rest: 32 Tage

Um den Weihnachtsmarkt beneidet uns der Engländer. Ein nettes Beisammensein bei Glühwein und Schmalzgebäck gefällt ihm. Deshalb wird im Dezember gerne mal ein Kurzurlaub geplant. Freitags per Flieger nach Frankfurt und am Samstag wieder zurück. Inzwischen geht es aber auch bequemer. Einige englische Städte haben längst ihren eigenen Original German Christmas Market etabliert.

Einer der größten kann in Birmingham besucht werden. Und da George dort seine Kindheit verbrachte, ist es für uns ein willkommener Anlass ein Wochenende in ‘Brums’ zu verbringen. Wenn wir in London starten, brauchen wir mit dem Auto ca. 3 Stunden, mit dem Zug noch nicht einmal die Hälfte. Da die Fernzüge an etlichen Londoner Bahnhöfen halten, müssen wir nicht lange suchen. Sechs Stationen mit der Underground und schon sind wir am Bahnhof Euston, wo wir in den Schnellzug wechseln. Easy.

In Birmingham kommen wir quasi auf dem Weihnachtsmark an. Er beginnt direkt vor dem zentralen Bahnhof. Fast 200 Holzbuden sind auf dem großen Platz (Victoria Square) vor dem Museum und der Kunstgalerie aufgebaut. Man findet alles, was man erwartet: Handmade decorations, traditional wooden toys, leatherwork and crystal lamps. Also gingerbread, marzipan, pretzels, schnitzels, bratwursts and mulled wine.

 

birmingham
Blick auf den ‘Frankfurt Christmas Market’, mitten in Birmingham.

 

Nach Schmalzgebäck und Glühwein kann man noch eine Runde im Riesenrad drehen. Unkluge Reihenfolge. Es gibt einen Jahrmarkt, bunt wie der Hamburg Dom, mit großen und kleinen Karussells aller Art. Würden nicht in den meisten Verkaufsbuden Union Jacks dekorativ an den Wänden hängen, würde ich uns fast in Deutschland wähnen. Ich würde nun niemanden raten nur wegen des Christmas Market nach Birmingham zu fahren, aber falls man dort seine Wurzeln hat oder einfach eine interessante Stadt besuchen will, dann eignet sich sogar der Dezember für eine abwechslungsreiche Tour.

 


George sagt: “Everythen was be’ah in the aud days …” 

Ich sage: “… und damit meint er wohl, das früher alles besser war.”


 

 

Was passierte noch am 29. November?

 

de 1949 – Bonn wird  zur „provisorischen Bundeshauptstadt“ gewählt.

ukxxxx – Nothing happened. Never? Never ever.