185. Tag, Rest: 181 Tage 

Die Füchse sind auf dem Vormarsch. Schon lange wohnt einer mitten zwischen den allotments, wo George mit Begeisterung Obst und Gemüse pflanzt und erntet und wo auch seine Bienen ihre Körbe haben. Übersetzt heißt es Schrebergarten, aber das ruft ein falsches Bild in unsere Köpfe. Die Londoner allotments sind wunderbare grüne Naturflächen, ohne Zäune, ohne bewohnbare Laube und (meistens) ohne Gartenzwerg. Hier trifft man sich nicht, um im Freien das Wochenende zu verbringen, hier wird wirklich gegärtnert. Ein Liegestuhl ist dort nicht zu finden und deshalb fahre ich so gut wie nie mit. Es ist also eigentlich keine Überraschung, dass sich Wildtiere dort durchaus heimisch fühlen. Sie werden von nix und niemanden gestört. 

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Seit letzten Sommer haben wir allerdings auch einen Fuchs im heimischen Garten in Hampstead. Das ist nun deutlich zentraler gelegen. Zwar sind die Gärten hier größer als hinter dem üblichen terraced house, aber diese Füchse sind schon echte Stadtbewohner. Sie haben sich längst angepasst. Ihre Scheu vor dem Menschen haben sie überwunden. Abends guckt unser Freund gerne durch die Terrassentür hinein. Manchmal bleibt er gleich sitzen und schaut Fernsehen.

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Es gibt keine Schätzungen, wieviele Füchse inzwischen in London leben. Es dürften einige Tausend sein. Alle großen Parks werden nachts zugesperrt. Mit Einbruch der Dunkelheit ist dort kein Besucher mehr unterwegs und Foxy hat den Regent’s oder Kensington Park für sich alleine. Den Hyde Park allerdings erst ab Mitternacht. Ein Fuchs ist inzwischen richtig berühmt geworden, denn er schleicht regelmäßig durch die Downing Street. Manch Staatsbesucher traute seinen Augen nicht. Auch der ‘Regierungsfuchs’ wird seinen Bau ganz in der Nähe haben. Ich vermute ihn im St. James’s Park. Im Süden Londons sind die Füchse wohl noch häufiger anzutreffen. Einige sind richtig aufdringlich und machen auch vor offenen Haustüren nicht halt. Dort hatte sich kürzlich eine hunting-group gebildet, die dem Stromer an den roten Pelz wollte. Aber das wurde im Keim erstickt. So etwas dulden die tierlieben Engländer nicht. Leben und leben lassen ist ihr Credo. Und wenn man dann den Garten mit einem Fuchs teilen muß, dann ist das doch eigentlich auch nicht so schlimm. Wir können über unseren Mitbewohner nicht klagen, er benimmt sich tadellos.

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The boss himself says:

George says: “‘How long will it be before Foxy ist driving the car

Ich sage: “Der kriegt doch die Tür gar nicht auf und mit der Schaltung wird er auch nicht klar kommen. Und dann vermute ich mal, dass er jeden Mader im Umkreis von fünf Meilen verjagt. Die Zündkabel sind gerettet!” “Alright, then he can piss against all four wheels.”

 

Was passierte noch am 3. Juli?

de 1935 Der VW Käfer wird der Öffentlichkeit vorgestellt. – 1958 hatte ich damit meinen

ersten (und einzigen) Verkehrsunfall. Ich bin dem Käfer hinten reingefahren. Das

war das Modell mit der geteilten Heckscheibe. Das Auto hatte nur eine keine Beule,

ich habe mir das Bein aufgeschnitten. Ich war auf meinem Fahrrad mit Stützrädern

schlecht geschützt.

uk 1996 Stone of Scone is returned to Scotland. – Es soll der Krönungsstein der Könige

sein. Irgendwie von England gemopst und dann ewig lange behalten. Nun ja,

demnächst braucht Schottland vielleicht den Stein. Ich sage nur Brexit.