187. Tag, Rest: 179 Tage 

Die Isle of Dogs war früher Speicherplatz für den Londoner Hafen. Heute ist sie Bankenviertel und teure Wohngegend für stolze Loftbesitzer. Ich schätze ab einer halben Million Pfund kann man hier ein Einzimmerwohnung bekommen. Größe vielleicht dreißig Quadratmeter; optimistisch gedacht. Aber das ist heute gar nicht mein Thema. Auf der Halbinsel, die von der Themse umschlungen wird, stehen die markanten Hochhäuser, deren Silhouetten jeder London Besucher kennt: HSBC, J. P. Morgan, Lloyd’s Bank oder Merrill Lynch. Die Haltestelle ‘Canary Wharf’ liegt mittendrin und erinnert an den ehemaligen Namen und Zweck des Areals. Übrigens ist die wharf keine Werft, sondern ein Kai. Eine Anlegestelle um Ladung zu löschen.

 

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Die Canary Wharf mit den Hochhäusern. Es ist das neue Bankenviertel Londons.

 

Um die Mittagszeit sieht man in diesem hochmodernen Stadtteil die Banker aus ihren Türmen kommen. Tausende von Angestellten sind hier beschäftigt. Mittags machen sie eine Pause und nehmen einen Lunch ein. Normalerweise ein Sandwich, dass man während eines kleinen Spazierganges verdrücken kann. So machten es auch Ben und sein Kollege am letzten Montag. Und wie sie am Wassersportzentrum vorbeikommen, da sehen sie etwas im Wasser liegen. Sie gehen näher und machen ein Foto von dem ungewöhnlichen Ding.

 

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Ist das ein Dino? Nein, eher ein Krokodil. Klettert es gerade auf den Ponton? Was immer es sein mag, es gehört nicht in die Themse. Da waren sich die beiden sofort einig. Andererseits sagten sie sich: “Nobody saw Brexit coming… so perhaps there is some sort of prehistoric Nessie-like creature living in the depths, or shallows, of Millwall Dock?”

Andere Passanten waren inzwischen auch aufmerksam geworden und egal von wo man es betrachtete, jeder glaubte eine Echse zu sehen. Jetzt bewegt es sich, riefen manche leicht ängstlich. Judy, die Managerin des Sportcenters, konnte dann aber aufklären. Das schuppige Ding war nichts anderes als ein Haufen Tau. Auf dem bemoosten Ponton war der pile of old rope hängengeblieben und dümpelte nun auf den Wellen. Sobald man sich die Sache von der anderen Seite ansieht, ist es sonnenklar. 

 

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Aber mal ehrlich, ich wäre auch darauf reingefallen. Ob es noch andere Dinge gibt, wo ich lieber einen zweiten Blick riskieren sollte? 

 

 

 

The boss himself says:

George says: “‘Also on closer inspection I would choose you.

Ich sage: “Ich schweige und genieße”.

 

 

 

Was passierte noch am 5. Juli?

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Die Engländer haben heute mal wieder die besseren Ereignisse zu bieten:

1996: Schaf Dolly, das erste geklonte Säugetier wird in Schottland geboren.

2006: Im Alter von 62 Jahren bringt eine Britin nach einer künstlichen Befruchtung 

ein Baby zur Welt.

Besteht da ein Zusammenhang? Ich möchte mit beiden nicht tauschen.

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Beim Gratis-Open-Air-Konzert im Londoner Hyde Park gedenken The Rolling Stones 

ihres zwei Tage zuvor im Alter von 27 Jahren verstorbenen Bandgründers Brian Jones.

Ohne ihn kann mich nicht mehr für die Jungs erwärmen und werde Beatles Fan.