Mittags eine Eilmeldung: Die Queen ist wieder da! Hurra. Darauf haben die Engländer sehnsüchtig gewartet. Seit vier Wochen, taggenau, war sie in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen worden. Man wußte, sie hatte sich schwer erkältet. Aber das sie so lange das Bett hüten mußte, hat es wohl in der gesamten Zeit ihrer Regentschaft nicht gegeben. Man fing an sich zu sorgen.

 

 

 

Wer allerdings jemals eine richtige Grippe hatte, weiß wie schlecht man sich fühlt und wie lange es dauert bis man wieder auf die Beine kommt. Da sind vier Wochen Genesung für eine neunzigjährige Frau wohl angemessen. Aber es rumorte trotzdem kräftig im Königreich. Kurzfristig kursierte sogar die Meldung ihres Ablebens im Internet. Fatalerweise schien der Absender die BBC zu sein, die allerdings heftig dementierte und von einem Hackerangriff sprach. Ein geschmackloser Fake, aber natürlich auch ein kurzer Schock. Nun aber ist alles überstanden. Die Queen sah gut wie immer aus und wirkte fit als sie aus dem Wagen stieg und die wenigen Schritte zur Kirche ging. Sie brauchten keinen Stock und keine stützende Hand. Natürlich war ihr Mann, der Duke of Edinburgh, wie immer an ihrer Seite.

 

Und dann gab es noch eine Schlagzeile in diesen Tagen. Chiefmouser Larry hat ein neues Halsband! Stolz zeigt er sich mit seinem Weihnachtsgeschenk, ein Union Flag collar. “Na dann ist ja alles ist in Ordnung”, sage ich zu George, aber der sieht mich fragend an und schüttelte den Kopf. Natürlich stimmt er mir inhaltlich zu, aber meine Bewertung ‘alles in Ordnung’ verunsichert ihn noch immer. Lange hat er nicht verstanden, was ich damit sagen will. Der Engländer ist an ‘Ordnung’ ziemlich wenig interessiert und hält sie für kein Kriterium seiner Wohlfühlskala. Er kann das Idiom ‘in Ordnung’ noch nicht einmal wörtlich übersetzen. Jedenfalls nicht so, dass ein Landmann wüßte, was er damit meinen könnte. “You always want your world ‘in ordnung’ only to search of new problems immediately.” “Ja, so ist das nun mal. Man muß sich Stück für Stück durch den Alltag arbeiten.” “Bullshit! Live should be a joyful journey. Don’t worry about problems or failures. You know, if you reach for the Moon and miss, you will at least end up among the stars.” Damit hat er alles gesagt und widmet sich wieder zufrieden seinem Buch. Ich schaue ihn an und denke mir ‘a happy man’, denn seine Welt ist tatsächlich so einfach und irgendwie eine ganz gemütliche.

 

 

 Und dann meldet sich George mal wieder zu Wort:

 

Ordnung ist das halbe Leben. George: “Can we live the other half?”