Ein Sturm nach dem anderen jagd über die Insel. Gestern pustete Tief Doris durch London. Weil sie vom Atlantik heranbrauste, nutzte sie, wie die meisten Stürme, die Themse als Autobahn. Wer morgens über die Millenium Bridge ins Büro eilte, und das sind nicht wenige, musste sich schwer machen. Gut das die Reling hoch ist. Aber der Londoner ist durch schlechtes Wetter nicht zu beeindrucken. Regenkleidung? Nee, nicht wirklich. Eine gelbe Öljacke habe ich dort noch nie gesehen. “We don’t life and work on board of deep-sea fishing vessel.”

 

 

Ich bin da launischer. Nicht ganz so wie Doris, aber meine Stimmung folgt gerne mal dem Luftdruck und sinkt dann in den Keller. Nix kann man machen. In den Parks steht man in knöcheltiefen Pfützen. Und dem maroden Parlamentsgebäude nähere ich mich in diesen Tagen lieber auch nicht. Wer weiß was da alles vom Dach weht? Zum Glück hat die Zeitung einen ‘Seelenwärmer’ parat. Hobbyfotograf Clive Mowforth hat einen unglaublichen Schnappschuß im Garten machen können. Und so ein Motiv findet man vermutlich wirklich nur in England. Denn laut Wikipedia ist der Dachs ein äusserst scheuer Höhlenbewohner. ‘In Siedlungsnähe ist er nur selten zu finden.’ So kann man dort lesen und jeder Jäger wird es bestätigen. In England aber gibt es Badger, wie sie dort heißen, in Hülle und Fülle. Und so ist es eigentlich kein Wunder den Grimbart auch im Garten anzutreffen. Allerdings nur bei tiefer Dunkelheit.