Reiseroute einer Umweltschützerin.

Ja, ich koche. Nicht nur wegen der vorsommerlichen Temperaturen. Nein, es sind die Politiker, die mich in Rage bringen. Diesmal nicht die gewählten Volksvertreter, sondern die selbsternannten Klugscheisser. Ich spreche von Greta, dem schwedischen Teenager, die entdeckt hat, wie man die ganz große Aufmerksamkeit erhalten kann. Schule schwänzen, ein auf kindlich machen und den Alten ein schlechtes Gewissen einreden. Wer stoppt die Puptertierende von ihrem Erlösungstrip? Der hat nämlich Folgen, für die man sie eigentlich verantwortlich machen sollte. Nur schützt sie ihr junges Alter vermutlich vor solchen Konsequenzen. Warum also behandeln wir sie wie ein Erwachsene und geben ihr eine Plattform, wo sie anderen ins grüne Gewissen reden kann. Dabei reist sie lustig in der Welt herum, und verweist mit mahnenden Blick auf ihre vorbildliche Wahl. Statt mit dem Flugzeug, reiste sie tausende Kilometer mit der Bahn. Super Idee! Wurde die von Pferden gezogen?

Leute wie Greta, die anderen Schuld zuweisen, um sie damit klein zu machen und sich an ihrer Verlegenheit freuen, sind mir zuwider. Konzentrieren wir uns mal lieber auf ihre Taten und direkten Folgen.

 

Tagelanger massiver Polizeieinsatz in Lodon. Die Oster Touristen waren genervt. Immer wenn einer der Demonstranten festgenommen wurde, applaudierte man den Beamten. Wer friedfertig demonstrieren will, kann das nicht auf Kosten anderen Menschen machen. Das ist unfair und gewalttätig.

 

Sie, das schwedische Öko-Gewissen, ist die Verursacherin einer tagelangen, teils chaotischen Demonstration in London, die sich als friedfertig einstufte, dabei aber höchst aggressiv hunderttausende von Menschen täglich auf dem Weg zu ihrer Arbeit massiv blockierten. Es wurden über eintausend Festnahmen vorgenommen, was die gesamte Londoner Polizeiarbeit beschäftigte. Die Polizisten fehlten dann, um sich beispielsweise um sieben Jugendliche zu kümmern, die alleine an einem Abend durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurden. Das geschah in einem Londoner Vorort, weitab von der ‘friedlichen’ Großdemonstration. Es hängt aber unmittelbar damit zusammen. Die Polizei ist am Ende ihrer Kräfte, sie kann nicht an allen Ecken gleichzeitig aktiv sein. Deshalb mache ich die angeblich so friedvollen Demonstranten mitverantwortlich. Selbst erlebt habe ich, wie sie die Waterloo Bridge in voller Länge beschmierten, dort ihren Müll liegen liessen und auf Grünflächen pinkelten. Nach der Erleichterung wird die Hose geschlossen, man dreht sich um und geht weg. Den Dreck können andere entsorgen. Wer so handelt, und ich beobachte das immer wieder, ist ein Schmutzfink und Nassauer. Wenn das die neuen Vorbilder sein sollen, dann fange ich an zu protestieren. Beispielsweise mit Blogbeiträgen wie diesem.

Wenn Greta die Schule beendet hat, eine Berufsausbildung oder ein Studium absolviert hat und dann noch ein paar Jahre Erfahrung gesammelt hat, dann kann sie es von mir aus gerne versuchen, sich in die Politik wählen zu lassen und dort verantwortlich mitzuwirken. Dann werde ich mich fügen, wenn ich nicht vorher schon tot bin. Aber bis dahin soll sie bitte stillhalten und warten bis sie an die Reihe kommt. Und sie soll mal nachdenken, welche Folgen ihre verbalen Aktionen nach sich ziehen. Dieses mit einem Schulterzucken abzutun, ist Ausdruck fehlender Reife.

 

Tagelang wird die Waterloo Bridge belagert. Man beschmiert und überlässt die Reinigung anderen. Ich mache Greta verantwortlich, die sich wundert, dass sich Premierministern May keine Zeit für ein Gespräch mit ihr genommen hat. “Save mother earth” – nein, ich denke “Save me from all Gretas of the world”.