London gefällt nicht nur mir und George, sondern auch den Promis und Reichen. Mancher blieb gleich in seiner Geburtsstadt hängen, andere sind erst im Laufe der Karriere nach London gezogen. Joggt man beispielsweise morgens über die Hampstead Heath, dann kann man durchaus den britischen Starkoch Jamie Oliver treffen oder den Oasis Sänger Liam Gallagher. Den allerdings eher abends und ohne Laufschuhe. Im südlich gelegenen Richmond ist die britische Schauspielerin Keira Knightley zuhause. Wir kennen sie als Filmpartnerin von Benedict Cumberbatch (Sherlock), der ebenfalls in London lebt und dort in Hammersmith zur Welt kam. 

 

Man trifft sie alle in London: Benedict Cumberbatch, Adele und Herbert Grönemeyer

 

Superstars wie Adele und Madonna fühlen sich in London pudelwohl; wobei Adele ebenfalls eine geborene Londonerin ist. Und in Primrose Hill läuft einem schon mal Herbert Grönemeyer über den Weg. Längst ist er dort mit Familie zu Hause. Es liegt wohl nicht nur an der Einwohnerzahl, dass London so viele Prominente Bewohner hat. Die Stadt hat viel Anziehungskraft und wer auf der passenden Wellenlänge surft, wird sich unweigerlich hier niederlassen. Die Londoner nehmen es übrigens kaum zur Kenntnis. Wartet ein Weltstar vor oder hinter ihnen in der Queue, wird das mit typisch englischer Unaufgeregtheit höflich übersehen. Ganz anders die Touristen aus der EU, die sich nicht mehr einkriegen, sobald sie ein bekanntes Gesicht entdeckt haben. Da möchte ich dann nicht tauschen, denn der arme Promi wird ungefragt kreischend umzingelt. Gut möglich das sich viele Prominente deshalb für London entscheiden, weil die Einheimischen immer sehr zurückhaltend reagieren, wenn man sich irgendwo begegnet.

 

Erkennen Sie ihn? Sir Rod Stewart in der Londoner Underground. Er wohnt mit seiner Familie in London; kommt sogar aus unserer Nachbarschaft, denn er wuchs in Highgate auf.

 

Es kommt übrigens auch vor, dass man am nachmittag auf einem Multikulti Markt nach irgendetwas Ausschau hält und dann steht man plötzlich vor Prince Charles, der von Gattin Camilla begleitet wird. Oder abends in der Bar kann es passieren, dass Prince Harry ganz privat auftaucht.  Man freut sich darüber, würde aber kaum ein Selfie machen. Das überlässt man den Besuchern aus aller Welt. Einzige Ausnahme ist die Queen. Sobald sie ins Blickfeld kommt, gerät der Brite in Wallungen. Dann zückt er seine Kamera und klatscht sich die Hände heiß. Allerdings wird man ihr wohl nie abends im Pub begegnen und auch nicht auf dem Camden Market. Mein Tipp wäre die jährlich stattfindende Chelsea Flower Show (23.-27.5.2017) am Royal Hospital in London. Ich hörte öfters, dass die Queen sich dort täglich privat aufhält. Oder gehen Sie zu einer der Tiershows, egal ob Hunde oder Pferde, dort könnte es ebenfalls klappen. Der einzige Promi der mich zum Jubeln bringt, lässt mich längst bei sich wohnen. Ich meine natürlich George und bin heilfroh ihn nicht mit tausenden von Fans teilen zu müssen. 

 

Anything goes – in London ist das richtig. Auf der Blumenschau entdeckt man Prince Harry und am Bahnhof in Tottenham Rod Stewart mit Ehefrau Penny.